By Categories: EinsteigerComments Off on Bouldern ist einfacher als du denkst

Du würdest Bouldern gerne einmal ausprobieren, glaubst aber, dafür nicht sportlich, beweglich oder kräftig genug zu sein? Dann geht es dir wie vielen Menschen vor ihrem ersten Besuch in einer Boulderhalle.

Die gute Nachricht: Du musst weder besonders fit sein noch Erfahrung mitbringen. Beim Bouldern kannst du ganz in deinem eigenen Tempo anfangen – mit einfachen Bewegungen, leichten Bouldern und so vielen Pausen, wie du brauchst.

In unseren vier DAV-Kletter- und Boulderzentren in Thalkirchen, Freimann, Gilching und Bad Tölz findest du Boulder in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen – darunter auch Bewegungsaufgaben, die speziell für den Einstieg geeignet sind. Du musst also nicht erst woanders trainieren, bevor du zu uns kommst.

Muss man zum Bouldern sportlich sein?

Nein. Du musst nicht trainiert sein, bevor du mit dem Bouldern beginnst. Schließlich möchtest du nicht zum Bouldern kommen, weil du bereits alles kannst, sondern weil du etwas Neues ausprobieren willst.

In einer Boulderhalle gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsstufen. Einsteiger beginnen mit leichten Bouldern, die gut erreichbare Griffe und einfache Bewegungsabläufe bieten. Du entscheidest selbst, was du ausprobieren möchtest und wann du eine Pause machst.

Bouldern ist kein Test, bei dem du etwas beweisen musst. Es geht zunächst darum, die Wand, die Griffe und die eigenen Bewegungen kennenzulernen.

Brauche ich dafür viel Kraft?

Auch das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Natürlich wird beim Bouldern der ganze Körper beansprucht. Am Anfang kommt es aber nicht darauf an, sich mit möglichst viel Armkraft an der Wand hochzuziehen.

Viel wichtiger ist es, die Füße bewusst einzusetzen, das Gleichgewicht zu finden und Bewegungen auszuprobieren. Häufig lassen sich Boulder mit einer kleinen Veränderung der Körperposition plötzlich viel leichter lösen.

Kraft, Bewegungsgefühl und Vertrauen in den eigenen Körper entwickeln sich nach und nach. Du musst sie nicht bereits zum ersten Besuch mitbringen.

Was passiert, wenn ich einen Boulder nicht schaffe?

Dann passiert – gar nichts. Auch erfahrene Boulderer schaffen nicht jeden Boulder beim ersten Versuch. Ausprobieren, wieder herunterkommen, kurz überlegen und es noch einmal anders versuchen gehört zum Bouldern dazu.

Und natürlich musst du einen Boulder auch nicht bis zum Ende klettern. Vielleicht erreichst du beim ersten Versuch nur zwei oder drei Griffe. Auch das kann bereits ein Erfolg sein.

Beim Bouldern bestimmst du selbst dein Ziel. Es gibt keine Punkte, keine Bewertung und keinen Vergleich, wenn du ihn nicht möchtest.

Wie fange ich an, ohne mich zu überfordern?

Beginne mit einfachen Bouldern und bleibe zunächst in einer Höhe, in der du dich wohlfühlst. Du musst nicht bis zum letzten Griff klettern und auch nicht aus großer Höhe auf die Matte springen. Wenn möglich, kannst du über leichtere Griffe wieder ein Stück herunterklettern.

Gönn dir ausreichend Pausen – Bouldern ist anstrengender, als es während der ersten Versuche manchmal wirkt. Schmerzen sind kein Trainingsziel: Wenn sich eine Bewegung nicht gut anfühlt, steigst du aus und probierst etwas anderes.

Bei akuten Verletzungen oder gesundheitlichen Beschwerden solltest du vor dem Bouldern ärztlich abklären, welche Belastung für dich geeignet ist.

Bouldern für Anfänger an einer leichten Boulderroute

Wie funktioniert Bouldern eigentlich?

Beim Bouldern kletterst du ohne Seil in Absprunghöhe. Matten dämpfen einen möglichen Sturz, können das Verletzungsrisiko aber nicht vollständig ausschließen. Welche Griffe zu einem Boulder gehören, erkennst du an der jeweiligen Markierung beziehungsweise am Farbsystem der Halle. Zusätzlich sind die Boulder nach ihrer Schwierigkeit bewertet.

Wenn du dir zunächst in Ruhe ansehen möchtest, wie das funktioniert, findest du bei Start ins Bouldern kurze Videos mit den wichtigsten Grundlagen.

Dort zeigen wir dir unter anderem, wie du einen Boulder erkennst, worauf du beim Start achtest und wie du dich sicher in der Boulderhalle bewegst.

Kann ich auch allein zum Bouldern kommen?

Ja. Anders als beim Seilklettern brauchst du beim Bouldern keine Sicherungspartnerin oder keinen Sicherungspartner. Du kannst deshalb auch ohne Begleitung in die Boulderhalle kommen.

Warum das gerade für Einsteiger:innen gut funktioniert und weshalb du dich dabei nicht verloren fühlen musst, erfährst du in unserem Ratgeber „Alleine bouldern in München“.

Was brauche ich für meinen ersten Besuch?

Für den Anfang genügt bequeme Sportkleidung, in der du dich gut bewegen kannst. Spezielle Boulderschuhe kannst du direkt in unseren Kletter- und Boulderzentren ausleihen.

Du brauchst also:

  • bequeme Kleidung
    etwas zu trinken
    Lust, etwas Neues auszuprobieren

Eigene Ausrüstung, besondere Fitness oder Klettererfahrung brauchst du nicht.

Einführung für Anfänger in einer Boulderhalle

Bouldern beginnt nicht mit Leistung, sondern mit Neugier

Vielleicht wirst du beim ersten Besuch überrascht sein, wie viel Spaß es macht, eine kleine Bewegungsaufgabe zu lösen. Vielleicht entdeckst du, dass Gleichgewicht wichtiger ist als Kraft. Oder du freust dich einfach darüber, einen Griff erreicht zu haben, der zunächst unerreichbar aussah.

Du musst dabei weder besonders sportlich aussehen noch mit anderen mithalten. Es gibt leichte und schwierige Boulder, unterschiedliche Bewegungen und ganz verschiedene Wege, an eine Aufgabe heranzugehen.

Genau das macht Bouldern so vielseitig.

Bouldern für Anfänger:innen in München und Umgebung

Du möchtest deinen ersten Besuch lieber mit etwas Unterstützung erleben? Je nach Standort findest du in unseren DAV-Kletter- und Boulderzentren unterschiedliche Schnupperangebote, Einsteigerkurse oder betreute Boulder-Treffs.

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